Mitdenken

Mitreden

Mitgestalten

  • Ihre Themen
  • Registrierung
  • Kontakt

Lautertal und Lindenfels im Dialog

Rückblick auf den ersten Vor-Ort-Dialog am 9. Mai 2017 im Dorfgemeinschaftshaus Kolmbach

Die Frage, woran es in ihrem Wohnumfeld fehlt, konnten die Teilnehmer beim Bürgerforum "Gutes Leben in Lautertal und Lindenfels" schnell beantworten. "Es gibt hier nichts, wo Jugendliche in unserem Alter in ihrer Freizeit hingehen können", sagte etwa ein junges Mädchen an dem Tisch, an dem Einwohner der beiden Kommunen über Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten diskutierten. Die Diskothek in der Burgstraße? "Da kommen wir nicht rein, wir sind erst 15." Und was ist mit dem neuen Jugendraum in der Wilhelm-Baur-Straße? "Das ist eher ein Kinder- als ein Jugendraum. Dort gehen die Acht- bis Elfjährigen hin." Nach eineinhalb Stunden Diskussion hatten die Teilnehmer an diesem Tisch aber eine ganze Stellwand mit kleinen farbigen Kärtchen beklebt, auf denen Vorschläge verewigt wurden, die, wenn verwirklicht, die beiden Kommunen attraktiver machen sollen. Zum gesamten Artikel im Bergsträßer Anzeiger

Ideen aus Kolmbach #1: Regelmäßige Treffen im Dorfgemeinschaftshaus Kolmbach

In Kolmbach gibt es seit Schließung der örtlichen Wirtschaft keinen Treffpunkt mehr. Das Dorfgemeinschaftshaus bietet gute Voraussetzungen, ein neuer Treffpunkt zu werden. Mit Unterstützung der Gemeinde, die das Haus mietfrei zur Verfügung stellen müsste, könnten Bürgerinnen und Bürger die Initiative ergreifen und regelmäßig einmal im Monat alle Kolmbacherinnen und Kolmbacher zum Beisammensein und Austausch ins Dorfgemeinschaftshaus einladen. Jede/r bringt Getränke und Snacks mit, und so entsteht ein neuer regelmäßiger Treffpunkt in Kolmbach, der das Ortsleben und die gute Nachbarschaft noch besser werden lässt.

Ideen aus Kolmbach #2: Neue Konzepte, um touristische Potentiale zu heben

In Lautertal und Lindenfels sind die touristischen Potentiale längst nicht ausgeschöpft. Gleichzeitig mangelt es für aber an Übernachtungsmöglichkeiten und gastronomischen Angeboten. Nachfrage und Angebot bedingen sich, wo also den Hebel ansetzen?

  • Felsenmeer und Burg Lindenfels in Vermarktung kombinieren: gemeinsames Tourismuskonzept und Tourismusbüro
  • Ansatzpunkt: Ausweisung eines Steinarbeiter-Wanderwegs, passend zur Tradition der Orte
  • Aktionen: „Steinlagen-Wanderung“ (statt Weinlagenwanderung)
  • Kooperative Vermarktungspakete schnüren, z.B. Mountainbile-Erlebnisse, „Gepäcklieferservice“ für Wanderer
  • Befragungskonzept für Felsenmeergäste adaptieren, um Einblicke in Wünsche der Übernachtungsgäste zu erhalten
  • Kommunikationsstrukturen im Netz stärken, besseres Online-Marketing für „places to see“
Ideen aus Kolmbach #3: Leichter von A nach B

Der „Erfolg“ von Orten und Treffpunkten für die Freizeit beginnt mit der Erreichbarkeit. Was bringt die Menschen zusammen und leicht von A nach B?

  • Kostenfreier oder ermäßigter Schwimmbadbus in „Aktionszeiträumen“, z.B. Sommerferien; Finanzierung durch Sponsoren oder Modell: Eintrittskarte berechtigt auch zur Busfahrt
  • Einführung von Mitfahrerbänken; Prinzip: öffentliche Bank mit Schild, um anzuzeigen, wohin man gerne mitgenommen werden möchte. Jeder, der an der Bank vorbeifährt, kann spontan entscheiden, ob er einen Mitfahrer mitnimmt.
  • Das Lindenfelsmobil – einfach anrufen und gegen Spende zum Beispiel auf die Burg fahren lassen! Da nur wenige das Mobil kennen, muss es dringend bekannter gemacht werden.
Ideen aus Kolmbach #4: Umweltbewusstsein fördern

Die reizvolle Landschaft ist ein großes Plus im Odenwald. Wie lässt sich das Umweltbewusstsein fördern, Schutz und Wertschätzung der Natur steigern?

  • Gemeinsame Initiative, bei der Aktionen verschiedener Träger unter einem Slogan stattfinden; z.B. „Sei stolz auf Lindenfels/Lautertal/Deinen Odenwald!“
  • Umgesetzt werden kann die Idee durch Müllsammelwettbewerbe, den Aufruf Fait-Trade-Stadt zu werden, Vorträge „wie sah die Landschaft früher aus?“ und indem bestehende Umwelt-Initiativen mit dem Slogan bekannter gemacht werden.

Was es dafür braucht:

  • Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit („Sag es weiter!“)
  • Jourfixe, um Initiativen und Vereine für Aktionen zu vernetzen und Ideen bekannt zu machen
  • Kinder und Jugendliche einbinden
  • Unterstützung der Politik
Ideen aus Kolmbach #5: Soziale Orte für Begegnung und Gemeinschaft

Diagnose „Wirtshaussterben“: Damit schwinden auch die etablierten öffentlichen Versammlungs- und Begegnungsorte, die die Gemeinschaft fördern und helfen, soziale Kontakte zu knüpfen und erhalten. Womit lässt sich entgegensteuern, was lässt sich einfach umsetzen?

  • Vereinstreffen in die Gastronomie verlegen
  • Altstadtkaffee Remise
  • Themenabende organisieren, Backhaus-Event
  • Dörfer vernetzen, vorhandenes Wissen und Ideen zum Thema nutzen
Bild Zum Seitenanfang