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Lorsch im Dialog

 

Rückblick auf den ersten Vor-Ort-Dialog am 10. Mai 2017

"In Lorsch lässt es sich gut leben. Weil das so ist, wächst die Stadt. Vor allem junge Familien drängen nach Lorsch. Das hat Bürgermeister Christian Schönung erst vor wenigen Tagen wieder bestätigt. Was aber ist zu tun, damit die hohe Lebensqualität erhalten bleibt? Welche Weichen sind zu stellen, damit sich Lorscher auch künftig wohlfühlen in ihrer Stadt? Über wichtige Themen wie Kinderbetreuungszeiten, Sportstätten-Planung und Infrastrukturmaßnahmen wird natürlich regelmäßig in den städtischen Gremien beraten, und es werden entsprechende Beschlüsse gefasst. Was aber halten die Bürger selbst für notwendig oder wünschenswert?"
Hier geht es zum vollständigen Artikel im Bergsträßer Anzeiger

Lorscher Ideen #1: Alt und Jung im Zentrum halten und Vernetzung stärken

Das Seniorenwohnheim liegt außerhalb. Selbst mobile Bewohner können nur schwer am sozialen Leben der Stadt teilnehmen. Wenn neue Kapazitäten gebraucht werden, so die Idee, soll ein Heim für betreutes Wohnen in Zentrum entstehen. Ebenso brauchen die Jugendlichen ein Jugendzentrum in Lorsch.

  • Mögliche Standorte: Altes Feuerwehrgelände oder Schönklinik.
  • Standortsuche über Stadtverwaltung
  • Zur Vernetzung könnte ein Schwarzes Brett/ Büro für ehrenamtliche „Jobvermittlung“ im Stadthaus gegründet werden. Ideen: sporadische Kinderbetreuung, private Werkstatt für Jugendliche öffnen, Einkaufshilfe, etc.
Lorscher Ideen #2: Haut- und Augenarzt ansiedeln

Dieser Ansatz wurde verfolgt: Die Stadtverordneten sollen die Stadtverwaltung beauftragen, zu erkunden, ob ein KV-Sitz für die Fachärzte vorhanden ist. (Anmerkung: Bürgermeister hat in der Diskussion erklärt, dass es keinen Augenarztsitz gibt). Wenn es einen Sitz gibt, dann ist zentral und gut erreichbar eine Immobilie, ähnlich einem Ärztehaus, zu finden. Wenn nicht, sind alternative Lösungen zu entwickeln, wie die Fachärzte für alle gut erreichbar bleiben. Diskutierte Ansatzpunkte hierfür:

  • Bedarfserhebung für öffentlichen Transport
  • Wenn es Bedarf zusätzlich zum vorhandenen Busverkehr gibt, dann Ruftaxi oder Elektrokleinbus (evtl. subventioniert oder ehrenamtlich)
  • Modelle für Bürgerbusse anderer Städte analysieren (EGL/ Herr Hebener)
  • Automobilindustrie als Partner gewinnen, z.B. Test eines zur Verfügung gestellten Elektrofahrzeugs
Lorscher Ideen #3: neue Kontaktpunkte für Einheimische und Flüchtlinge

Ideen, um die soziale und berufliche Integration von Flüchtlingen weiter zu verbessern:

  • Tandem-Modell: Flüchtlinge erhalten die Möglichkeit, Lorscher in ihrem Job zu begleiten und in den Berufsalltag hineinzuschnuppern. Unabhängig von Praktika entstehen neue Beziehungen und vielleicht auch Berufschancen. Ziel: Start in Lehrerschaft, Ausweitung auf weitere Tandem-Interessierte
  • Praktika in Stadtverwaltung: gutes Konzept, das Nachahmer sucht. Idee: als Erfolgsbeispiel an Unternehmen kommunizieren („So leicht geht`s!“)
  • Haltung entwickeln und sichtbar machen durch Aktionen im öffentlichen Raum: z.B. bei Kuchenaktionen in der Stadt, als Impuls, um ins Gespräch zu kommen; Suppenfahrrad mit internationalen Suppen in größerem Radius losschicken („Suppenflashmob“)
Lorscher Ideen #4: Gemeinsam gestaltetes, attraktives Jugendzentrum

Der Wunsch: ein gut erreichbares und ein nach jugendlichen Wünschen gestaltetes Jugendzentrum. Dafür sollen Jugendliche selbst aktiv werden und ein neues Zentrum mitgestalten können. Vereine, in denen Jugendliche aktiv sind (z.B. Sport, Pfadfinder, Feuerwehr), dem Jugendrat und dem Verein Kinder und Jugendförderung in Dialog mit dem städtischen Jugendzentrum treten, so die Idee. Vereine und der städtische Träger könnten gemeinsam

  • Ideen entwickeln, wo und wie ein neues Jugendzentrum realisiert werden könnte.
  • ein neues Zentrum mit den Jugendlichen selbst gestalten, z.B. durch freiwillige Arbeit bei Renovierungen und Einrichtung.
  • das Jugendzentrum weiterbeleben, durch Beteiligung der Vereine an Aktionen.
Lorscher Ideen #5: Veranstaltungsstätte zum Mieten

Seit der Umnutzung des „Depots“ fehlt in Lorsch eine außerhalb gelegene Veranstaltungsstätte, an der es bei privaten und Vereinsveranstaltungen auch mal lauter werden darf. Ein anmietbare Veranstaltungsstätte sollte eine größere Halle und ein schönes Außengelände mit Spielplatz und Grillhütte haben und über gepflegte Sanitäranlagen verfügen. Damit der Ort für alle erschwinglich bleibt, sollte er in öffentlicher oder in Vereinshand liegen. Die Lorscher Vereine könnten zur Ideenfindung mit der Stadt in Dialog treten und durch freiwillige Arbeit auch die Umsetzung einer neuen Halle unterstützen.

Lorscher Ideen #6: Kinder-Fahrrad-Straßen-Rennen

Geschwindigkeitsregelungen im Verkehr sind schön und gut, wenn sich aber kaum jemand daran hält, nutzt das niemandem. Leidtragend sind hier besonders die Kinder, die sich nicht sicher beim Spielen auf der Straße fühlen können. Neben der Forderung an die Stadt, einheitliche Geschwindigkeitsregelungen in ganz Lorsch und Parkplätze als natürliche Hindernisse zu schaffen, wollen aber auch die Eltern aktiv werden. Durch die Organisation eines Fahrradrennens der anwohnenden Kinder durch Lorsch, sollen Autofahrer vor Augen geführt werden, wie viele Kinder in Lorsch tatsächlich auch auf den Straßen spielen und unterwegs sind. Die Veranstaltung soll auch in verschiedenen Medien und Plattformen Gehör finden, um eine möglichst große Anzahl von Autofahrern zu sensibilisieren.

 

Lorscher Ideen #7: Betreuungsgewährleistung für Kinder

Gerade alleinerziehende Eltern sind auf eine außerschulische Betreuung ihrer Kinder angewiesen, was sich in Lorsch bisher als schwierig erweist. Es besteht besonders der Bedarf nach geeigneten Räumlichkeiten, um so viele Kinder wie möglich betreuen zu können. Die Idee, die Räumlichkeiten von Schulen zu nutzen, die nachmittags meist leer stehen, gilt es nun auf ihre Umsetzbarkeit zu überprüfen. Betreuendes Personal könnte anfangs auch von Eltern unterstützt werden, die sich bereit erklären sich untereinander abzuwechseln. Man erwartet sich aber auch Unterstützung von anderer Seite. So sollen zum einen die Antragsformulare flexiblere Auswahloptionen beinhalten und bei der Vergabe eine größere Transparenz entstehen, um Frust der Eltern vorzubeugen. Eine frühere und bessere Bedarfsanalyse soll umgesetzt werden, damit frühzeitig entsprechende Betreuungsmöglichkeiten geschaffen werden. Von der Stadt wünschen sich die Eltern auch eine größere Verantwortungsübernahme, wenn möglich durch Bereitstellung entsprechender Räumlichkeiten.

 

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