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Vertrauen in der Krise

Jeder kennt das Gefühl: Misstrauen. Gegenüber der Chefin, dem Kommunalpolitiker, den bekannten Köpfen an der Spitze. Dieses Gefühl scheint sich bei vielen Menschen zu einer tiefen Überzeugung zu verfestigen, dass man „den Mächtigen“ nicht mehr trauen könne.

Mitte Januar ist das Global Edelman Trust Barometer erschienen, dass die Meinung von über 32.000 Personen in 28 Ländern erfasst. Die Ergebnisse sind also nicht trivial, sondern bilden ein wachsendes Problem für die gestaltenden Eliten ab. Nur noch 37 Prozent der Befragten halten Vorstandsvorsitzende eines Unternehmens in ihren Aussagen für glaubwürdig und mit Blick auf Vertreterinnen und Vertreter der Regierung glauben das sogar nur noch 29 Prozent. Das größte Vertrauen genießen einfache Angestellte, „Menschen wie Du und ich“, denen keine bösen Absichten unterstellt werden. Sobald der Rang etwas höher ist, schwingt der Vorwurf mit, durch das „System“ schon korrumpiert zu sein.

Diese Vertrauenskrise macht auch vor Deutschland nicht Halt. Die Bevölkerung empfindet eine Entfremdung von den Eliten, nimmt eine wachsende Ungerechtigkeit wahr und hat zunehmend Angst vor den technischen Revolutionen der Zukunft. Der Ruf nach mehr Regulierung und Abschottung wird laut und das in wirtschaftlich blendenden Zeiten.

Um das verlorene Vertrauen wieder zu gewinnen, müssen die Menschen in Verantwortung neue Wege finden, um in Kontakt mit der breiten Bevölkerung zu treten. Ernst gemeinter Dialog wäre ein guter Anfang!

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